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Interessanter Ansatz, aber was will Nico uns hier sagen?

In meinen Gesprächen mit Zart- oder Wenig-Digitalerfahrenen freut man sich, wenn auch vorsichtig, auf diesen Wandel. Sicherlich nicht mit der Geschwindigkeit, nicht via übersteigerter Gadget-Euphorie oder ähnlichem.

Wenn man das Web als Werkzeug ein wenig verstanden hat, bringt es auch in Milieus jenseits der Huddie-Fraktion, neue bequeme Möglichkeiten wirtschaftlicher und eben auch sozialer Innovation.

Um mehr geht es auch nicht. Der gesamtgesellchaftliche Kulturwandel geschieht, wenn auch langsam, wenn auch ab und an reaktionäre Elemente wie Heveling vergangene Heilsversprechen lautstark apostrophieren und somit Teile des Stroms kurzfristig verunsichern.

Und wenn ich überhaupt irgendetwas lese in Nico Posting, dann doch der Versuch aus sozialdemokratischer Sicht die stockkonservativen Elemente in der CDU ein wenig hervorzuheben.

Fest steht aber, dass mit Bär, Tauber und Schirrmacher eine progressive Front innerhalb der Konservativen arbeitet und auch laut in die Öffentlichkeit dringt.

Wo sind diese Stimmen, wenn in der SPD mal wieder das Reaktionäre die Oberhand gewinnt? Eben. Genau. Schweigen im Walde. Naja, Hauptsache es wurde mal eine Liquid Democracy-Plattform aufgesetzt (deren Bedienbarkeit für die beschriebenen Zart-Digitalisierten stark zu bezweifeln ist).

In ein paar Tagen geht die Beteiligungsplattform der CDU online - mal sehen, wann die SPD dann versteht, dass es bei Beteiligung nicht um Technik, sondern um soziale Gerechtigkeit geht. Aber stimmt, dafür gab's ja auch gerade eine Pressemeldung - nur das da auch wieder kein Wort von digitaler Befähigung drinsteht. Man will es sich ja mit den Reaktionären in der SPD-Zielgruppe nicht verscherzen......

Dann doch lieber den Heveling dissen. Mit oder ohne ohne Huddie.

2 years, 8 months ago on Ansgar Heveling hat Recht!

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Nun. Einerseits zeigen die gerichtlichen Auseinandersetzungen bzw. Androhungen gegenüber commentarist und perlentaucher, dass "aggregation with an attitude" in Deutschland nicht gewünscht ist von den führenden Content-Erstellern. Das fortgesetzte Google-Bashing von Onkel Burda und seinem Verein spricht Bände. Freue mich dennoch über den Re-Start von commentarist, auch wenn unklar ist , warum sie sich jetzt immer noch so beschneiden lassen und damit als echte unabhängige Aggregatoren ausfallen.

in den Nischen findet man kleine Perlen wie z.B. Nachtkritik.de - aber das ist sicher nicht das was du meintest.

HuffPo: Das deutsche Medienangebot ist definitiv besser. HuffPo, Politco u.a. stiessen in US in eine Lücke, die es in D so nicht gibt.

2 years, 8 months ago on Wo ist das deutsche Buzzfeed? Oder die deutsche HuffPo?

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Wenn man den ganzen oberflächlichen Unsinn wegschiebt, bleibt eine viel schlimmere Erkenntnis:

Das "Nicht-Teilen" von Daten wird hier als Kern von "Medienkompetenz" definiert. Dies zeigt die grundlegende anti-soziale Haltung einer paternalistischen Politik.

Deswegen muss die "web-community" vorsichtig sein, wie der Begriff der Medienkompetenz im öffentlichen Diskurs gemeint ist:

"Wir" verstehen unter Medienkompetenz eine Befähigung zum Umgang mit dem Kulturwerkzeug Internet (gerne inkl. einem bedachten, aber nicht notwendigerweise per se zurückhaltendem Umgang mit eigenen persönlichen Daten. "Persönliche Daten" ist sowieso ein sehr schwammiger Begriff, der oft über seinen eigentlichen Kernbereich hinaus propagandistisch eingesetzt wird).

Aigner und andere Internetfeinde in allen Parteien und anderen reaktionären gesellschaftlichen Gruppierungen verstehen unter Medienkompetenz eine neue Ebene des eigenen paternalistischen Ge-/Verbots-Fanatismus.

Beispielhaft war dies beim "Dialog Internet" der Familienministerin Schröder zu beobachten. Dort durften alle mal mit-workshoppen, aber am Ende stand als Lösung wieder der sagenumwobene Online-Notfall-Button und das Grundsatzprogramm von Innocence in Danger.

Medienkompetenz ist dabei ein Kampfbegriff der reaktionären Kräfte zu werden, dies gilt es zu verhindern. Jeden Tag. Egal wo ihr den reaktionären Kräften begegnet. In aller Klarheit und Deutlichkeit. Rücksicht und der selbstverleugnende Diplomatie muss im Angesicht solch machtvoller Ignoranz zurückstehen.

2 years, 9 months ago on Aigner und die Timeline – was ist eigentlich absurder?

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@daniel_510784 Ach Daniel, die Welt ist böse und kompliziert. Bevor du meinst die Prozesse in einer großen Volkspartei verstehen und auch noch mit den Spielereien eines parlamentarischen 2%-Lobby-Club wie der FDP vergleichen zu müssen, frag' dich doch einfach mal folgendes: Warum beschliesst die FDP den nun, da sie ja mal Regierungspartei spielen darf, nicht einfach die Ablehnung der VDS inkl. einer massiven Kampagne für mehr digitale Bürgerrechte auf europäischer Ebene?

Meinst du irgendetwas verändert sich, weil du hier kommentierst? Jetzt mal ernsthaft, wenn du was ändern willst, geh' raus, überzeuge Menschen. Mach irgendwas deiner ansicht nach Gescheites.

Du findest VDS dumm, Nico findet VDS dumm. Ernsthaft, was soll die Kindergarten-Battle hier eigentlich?

2 years, 10 months ago on Nun ist es klar: Vorratsdatenspeicherung zur Durchsetzung des Urheberrechts

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"schwerste Straftaten" werden mitnichten durch VDS besser aufgeklärt. Das musste sogar Uwe Schünemann, rechtsaußen der CDU und niedersächsischer Innenminister im Juni dieses Jahres eingestehen.

Lieber @Wohli mit Hoffnung ist hier kein Eimer mehr zu gewinnen. Es ist Zeit den unhaltbaren Lügengebäuden der reaktionären Innenpolitiker klare Ansage entgegenzustellen.

Wer auf dem Rücken der Angst der Menschen Politik gegen digitale Bürgerrechte macht, gehört von den aufgeklärten Mitgliedern seiner Partei an den Pranger gestellt.

Die Verplabberer eines H.-J. Otto sind die Momente an denen das Lügengebäude der anti-modernen Front quer durch die Parteien Risse bekommt.

VDS gehört eine klare Absage erteilt. Die Zeit unsinniger Kompromisse, um einen "langsamen Wandlungsprozess" zu unterstützen sind vorbei.

2 years, 10 months ago on Nun ist es klar: Vorratsdatenspeicherung zur Durchsetzung des Urheberrechts

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Aha

2 years, 10 months ago on Gute Freunde sind nie allein

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@FranzPatzig Nichts gegen eine Wehrhaftigkeit, aber es geht mMn vielmehr darum, den Spiess umzudrehen. Wir sollten kraftvoll nach vorne gestaltende politische Massnahmen und progressiv konsistente Bilder der heutigen und morgigen Gesellschaftsrealität entwerfen (gerne auch pluralisitisch) und damit "in den Ring steigen".

2 years, 10 months ago on Was wollen wir eigentlich?

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Volle Zuatimmung und ich hänge mir die letzten sechs Zeilen über meinen Arbeitstisch.

Freue mich, dich bald in Berlin zu sehen.

2 years, 10 months ago on Was wollen wir eigentlich?

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Barcamps, Hackathons - vielleicht sollten sich Social Media Anzugträger für ihre "Biz-Meetups" mal dort inspirieren lassen. Dem ein oder anderen hat die Krawatte ja durchaus noch nicht sämtlichen progressiven Gedankenfluß abgeschnürt.

Und dann noch bitte diesen Anspruch mit "Data Love" oder ähnlichem fallen lassen - in einer solchen Konstellation geht's doch nicht um die Philosophie und Bedeutung des Web für die Gesellschaft - Seid für den Anfang einfach mal ehrlich und sagt: "Wir sind hier, um mit diesem innovativen Internet ein paar müde Mark zu verdienen - und wir würden uns freuen, wenn wir das weniger damit tun könnten die Leute (aka "Zielgruppe") mit PR, Marketing und Werbung weiter zu verarschen, sondern irgendwie ehrlich und mit 'nem wirklichen Nutzen für die Gemeinheit."

3 years, 4 months ago on Ein langer Gedanke zur Next11

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@SaschaStoltenow Hast du denn einigen Rednern "beim Denken zuschauen können"? Mit ihnen (oder anderen) in und zwischen den Talks progressiv diskutieren können?

3 years, 4 months ago on Ein langer Gedanke zur Next11

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@JoSchaefers Das hier überhaupt auf das Disclosure hingewiesen werden muss, zeugt von der selbstreferenziellen Unprofessionalität.

Nicht alle Leser eines ZDF-Blogs sind sich den Kontexten bewusst, in denen du schreibend und kommentierend tätig bist und somit verlangt es alleine der Anspruch an die Transparenz völlig schmerzfrei 'nen kurzes Disclosure dranzuhängen.

Kein englischsprachiger Blogger, der dies tut, "entwertet" damit seine Aussagen/Interviews, im Gegenteil es erhöht die Möglichkeit der Einordnung und damit des Respektes vor den inhaltlichen Aussagen.

3 years, 5 months ago on Berlin Mitte Nerds e.V. gegründet

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Oh mann, das war mir ja völlig entgangen. Casparle und Steffi haben wohl die Rückspültaste gedrückt und sich auf den Diskussionsstand vom Februar zurückgebeamt. Nichts als Arbeit hat man mit diesen unbelehrbaren Datenschutz-Fanatikern. - Das Schlimme ist, die werden fürs Unsinnreden bezahlt und wir müssen unsere Freizeit dafür opfern, um das Heftigste zu vermeiden. Fuck that.

3 years, 11 months ago on Von Verpixelungen zu unntigen Gesetzen

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@JoSchaefers Ich glaube kaum, dass du "übersetzen" kannst, bisher wirst du medial ja eher als Linkschleuder tätig (das machste aber ganz okay).

Ansonsten frage ich mich langsam ernsthaft, aus welcher emotionalen Störung bei dir immer diese unqualifizierten, pseudo-beleidigenden Kommentare kommen.

Anderseits inhaltliche Auseinandersetzung ist ja bekanntlich nicht deine Stärke, insofern erwarte ich auch hier nicht mehr als ein weiteres neunmalkluges aber aussageloses Posting

3 years, 11 months ago on Protest ist auch nicht mehr was es mal war

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@marxal Ach wie süss, ein Link zu einer neokonservativ-libertären Online-Zeitschrift. Wenn sie nicht fähig sind mehr als den Basiswortschatz aufzunehmen, müssen natürlich gleich harte Troll-Geschütze aufgefahren werden.

Ich kann wirklich kaum schwierige Worte in meinem Posting entdecken. Wer dennoch irgendwo Verständnisprobleme hat -> viele gute Nachschlagewerke sind nur einen Klick entfernt.

Ansonsten entschuldige ich mich natürlich, dass ich versucht habe, den Inhalt von Nicos Posting in einen Kontext zu setzen, der über diese Einordnung vielleicht hilft, tagesaktuelle Gefühle und Gedanken in einen nachhaltigen Handlungsrahmen überführen zu können - ggf. ist für diese wichtige gesamtgesellschaftlich anstehende Leistung die Blogosphäre tatsächlich nicht der richtige Ort. ;)

3 years, 11 months ago on Protest ist auch nicht mehr was es mal war

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Durch das Ende der geistigen Doppelhegemonie Kapitalismus gegen Sozialismus, die auch bei eigentlich unideologischen Themen wie Startbahn West zum Zuge kamen (auf beiden Seiten), sind wir eben nicht am Ende der Geschichte angekommen, sondern in der Beliebigkeit der Werte (und damit auch bei der Beliebigkeit der Wertung der Werte.)

Das Web erhöht als partizipatives Werkzeug diese Beliebigkeit. Ein dem Aktionismus vorgelagerter Wertediskurs oder etwas einfacher, eine Richtungsdebatte, ist handlungsorientiert nicht möglich, da es in dem Zustand des ewigen Betas keine Leitlinie gibt, die für eine sinnhaft lange Periode online Bestand haben kann.

R.D. Precht hat insofern also recht, wenn er in dieser Phase vor eine weiteren Fragmentisierung der medialen Gesellschaft und damit vor Schwindendem Sozialen Kitt spricht.

Während die digitale Avantgarde noch in feststellbaren Teilen aufklärerisch bis libertär bezeichnet werden kann, stellt für die frühe Digitale Zivilgesellschaft das Web ein reines Werkzeug dar. Es fehlt also ein gemeinsamer neuer bzw. Neu aufgelegter ideologischer Überbau, der allerdings auch in Teilen der Grünen Bewegung anfangs nur Schemenhaft vorhanden war.

Es könnte also gefragt werden, welchen Kern die Digitale Zivilgesellschaft haben könnte. Welche Verantwortungsebene von ihr zentral bespielt wird. Ich denke, wir sollten über das Spannungsfeld Individuum und Gemeinschaft nachdenken, über Einzel und Gemeinschaftssinn. Auch dies ist nicht ideologisch, würde aber mehr Klarheit uber die Veranderung bringen.

3 years, 11 months ago on Protest ist auch nicht mehr was es mal war

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Trendtag. "Also quasi eine Art der Bestätigung, daß die Themen, die bei Reboot, Next und Co. vor Jahren diskutiert wurden, jetzt auch wirklich Wirklichkeit werden könnten." :) Genau.

"Communication Power" von Castells ist definitiv lesenswert. Empfehle es in einer Wochenend-Kombi mit Elias Canettis "Masse und Macht".

4 years ago on Flow.Control.Trendtag.

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